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drum-test online – Homerecording: Mikrofone


Teil 1: Grundsätzliches | Teil 2: Recording-PC und Audio-Interface | Teil 3: Mikrofone



Die passenden Mikrofone fürs Schlagzeug

Da das Schlagzeug über ein sehr breites Klangspektrum verfügt, werden auch unterschiedliche Mikrofone benötigt.






Overhead-Mikrofone

Die Overhead-Mikrofone nehmen das Schlagzeug als Ganzes auf. Durch sie erhält man eine räumliche Tiefe, welche das Schlagzeug erst lebendig klingen lässt. Für diese Aufgabe kommen Kondensatormikrofone in Frage, welche über ein sehr natürliches Klangbild verfügen. Durch diese Mikrofone werden alles Trommeln des Schlagzeugs und auch die Cymbals abgenommen. Wenn man nur die Becken aufnehmen möchte, kann man durch einen low cut die niedrigen Frequenzen ausschneiden. Da die Becken hauptsächlich Obertöne produzieren, sind niedrige Frequenzen für ihren Klang nicht entscheidend.






Bassdrum-Mikrofone

Die Bassdrum erzeugt beim Spielen extrem tiefe Frequenzen und einen hohen Schalldruck. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden und das akustische Signal vollständig zu erfassen, werden spezielle Mikrofone für die Bassdrum angeboten. Das Bassdrum-Mikrofon wird bei der Aufnahme im Inneren der Bassdrum zum Schlagfell hin positioniert. Zeigt das Mikro in Richtung des Schlegels, erhält man einen attackreichen und aggressiveren Sound. Vom Schlegel abgewandt erhält man weniger Punch. Je näher das Mikro am Schlagfell positioniert ist, desto volumenreicher wird der Sound. Als Standard-Mikrofon für die Bassdrum ist oftmals das AKG D-112 im Einsatz. Eine andere Empfehlung (vor allem für Hardrock und Metal) ist das Audix D-6.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass sich das Mikrofon vor der Bassdrum befindet. Dadurch bekommt man einen attackarmen Sound hin (wie z. B im Jazz benötigt) Hier verwendet man jedoch Grenzflächenmikrofone. Empfohlen seien an dieser Stelle das Shure Beta 91-A oder das Beyerdynamic Opus 51. Beide Mikrofone werden dieser Aufgabe vollkommen gerecht und sind sehr gut.






Snare-Mikrofone

Von allen Trommeln dürfte die Snare wohl die anspruchsvollste sein. Der Klang der Snare setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: aus dem Schlagfell, welches mit dem Stick gespielt wird und dem Snare-Teppich auf dem Resonanzfell, das durch den dabei entstehenden Luftdruck angeregt wird. Für die genaue Position des Mikrofons gibt es keine allgemeingültige Formel. Es sollte schräg auf die Mitte des Schlagfells der Snare zeigen. Der genaue Winkel und Abstand muss jedoch durch Ausprobieren gefunden werden. Das Shure SM57 eignet sich sehr gut für die Snare-Aufnahme. Wenn es noch ein Stück professioneller werden soll, empfiehlt sich ein zusätzliches Kleinmembran-Kondensatormikrofon für die Unterseite der Snare. Dieses nimmt hauptsächlich den Klang des Snare-Teppichs auf. Hier kann unter anderem das MXL 603-S zum Einsatz kommen.






Tom-Mikrofone

Die Mikrofonierung der Tom-Toms ist ganz ähnlich wie bei der Snare. Auch hier wird das Mikrofon schräg auf die Mitte des Schlagfells ausgerichtet. Je näher das Mikrofon an der Trommel positioniert ist, desto mehr Bassanteile sind enthalten. Gute Mikrofone sind in diesem Fall das Beyerdynamic Opus 88, Sennheiser E-604 oder Sennheiser E-904.



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