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drum-test online – Homerecording: Einstieg


Teil 1: Grundsätzliches | Teil 2: Recording-PC und Audio-Interface | Teil 3: Mikrofone



Grundsätzliches zum Homerecording

An dieser Stelle gehe ich davon aus, dass Du noch keine genaue Vorstellung davon hast, wie Du beim Recording überhaupt vorgehen möchtest. Du weißt nicht wirklich welche Hardware, Software, was für Mikrofone usw. Du benötigst? Noch nie den Begriff Phantomspeisung gehört? Dann wirst Du Dich auf den folgenden Seiten nicht langweilen, denn Du bist hier genau richtig. Wir wollen in diesem Ratgeber kein vollwertiges Studio aufbauen, sondern stattdessen versuchen, mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln und möglichst geringen Ausgaben die bestmögliche Aufnahme zu erreichen.
Zunächst einmal solltest Du Dir klarmachen, was Du mit der Aufnahme Deines Schlagzeugs bezwecken willst. Möchtest Du Dich einfach mal selbst spielen hören? Das eigene Drumming aufnehmen und abspielen ist auf jeden Fall einen Versuch wert. Du wirst möglicherweise erstaunt sein, wie es ist, sich selbst spielen zu hören – mir ging es jedenfalls so. Das erreicht man jedoch schon mit einfachen Mitteln wie einem MP3-Player mit Mikrofon oder ähnlichem. Wir wollen an dieser Stelle jedoch ein paar Schritte weitergehen. Wir wollen das Schlagzeug richtig abnehmen, so dass Du es stolz anderen präsentieren könnst. »Hier, das habe ich alleine eingespielt und selbstständig aufgenommen!« Oder Du planst eine Demo mit Deiner Band? Kein Problem, Du erfährst im Folgenden, welche Möglichkeiten des Homerecordings es gibt. Wir werden Bassdrum, Snare und Toms einzeln abnehmen!






Der Aufnahmeraum

Ich gehe davon aus, dass Du einen Raum für das Drumset zur Verfügung hast (Keller, irgendein Proberaum etc.). Beim Schlagzeug nimmt der Aufnahmeraum sehr großen Einfluss auf das Recording, doch wir müssen uns meistens mit dem zufrieden geben, was vorhanden ist. An der Größe eines Raumes kann man in der Regel nicht viel ändern, wir haben jedoch ein paar Möglichkeiten, ihn akustisch zu optimieren. Wer an anderen Stellen von den ominösen Eierkartons gehört hat, sollte diese Idee am Besten gleich vergessen. In einem Raum mit viel elektrischem Gerät besitzen sie zudem das Potential eines Brandbeschleunigers. Zum Fußboden: optimal wäre Parkett oder Laminat. Dieser absorbiert – im Gegensatz zum Teppich – nicht Teile des Drumsets.
Wichtig ist, dass der Raum »lebendig« ist. Das bedeutet, dass nicht alles mit Teppichen oder ähnlichen Dämmungsmaterialien vollgehängt sein darf – wie es oftmals in Proberäumen der Fall ist. Ein Recording-Raum lebt natürlich von seiner Akustik, zu viel Dämmung lässt den Klang sehr trocken erscheinen und würgt natürliche Charakteristiken der Instrumente ab. Natürlich lässt sich fehlender Hall bei der anschließenden Bearbeitung der Aufnahme künstlich erzeugen. Auch wenn dies einfach erscheinen mag, bedarf es einiger Erfahrung, um das Ergebnis auch realistisch klingen zu lassen. Ein natürlich klingender Raum ist immer noch die beste Umgebung. An dieser Stelle kann ich jedoch nur auf www.google.de verweisen. Ein eigener Artikel zur Raum-Optimierung ist bis jetzt (aus Zeitgründen) noch nicht in Planung.






Der Einstieg ins Homerecording

Grundsätzlich gibt es mehrere Möglichkeiten, einen Einstieg ins Homerecording zu machen. Mit dem oben erwähnten MP3-Player oder ähnlichem wird das aber nichts. Im Gegensatz zu den meisten anderen Instrumenten, besteht das Schlagzeug aus einer Vielzahl einzelner Komponenten – Bassdrum, Snare, Toms und Cymbals. Natürlich lassen diese sich mit nur einem Mikrofon aufnehmen. Doch wir haben dann nur eine einzige Audiospur, welche sich kaum weiter bearbeiten lässt. Sind z. B. die Cymbals zu laut oder die Snare zu leise, haben wir praktisch keine Möglichkeit, die jeweilige Lautstärke zu senken oder anzuheben. Daher brauchen wir mehrere Mikrofone, welche jeweils einen Teil des Schlagzeugs aufnehmen. Diese unterscheiden sich in der Bauart, das heißt, dass man für die Snare und die Toms ein anderes Mikrofon nimmt als für die Bassdrum. Halten wir fest: wir brauchen jeweils ein Mikrofon für die Snare, die Bassdrum und die einzelnen Toms. Doch was ist mit den Cymbals? Diese werden durch sogenannte Overhead-Mikrofone abgenommen. Mit diesen kann man auch die Hi-Hat aufnehmen. Falls Du diese jedoch weiter bearbeiten möchtest, empfiehlt sich auch hier ein separates Mikrofon. Die Overheads nehmen jedoch nicht nur die Cymbals auf, sondern das Schlagzeug als Ganzes. Das ist sehr wichtig, denn nur mit den einzelnen Mikrofonen für Bassdrum, Snare und Toms erreichen wir nicht die nötige räumliche Tiefe. Der Gesamtklang des Schlagzeugs würde verloren gehen. Natürlich kann man das Drumset zunächst auch nur mit zwei Overhead-Mikrofonen aufnehmen. Damit werden teilweise richtig gute und professionelle Ergebnisse erreicht. Ebenso wäre eine weitere Möglichkeit denkbar: Bassdrum-Mikrofon, Snare-Mikrofon und zwei Overheads, welche auch die Toms mit aufnehmen. Wie Du siehst: es gibt viele Möglichkeiten. Die Entscheidung liegt letztlich bei Dir und Deinem Budget.


»Wie wird eigentlich aufgenommen?«

Die nächste Frage lautet: Wie wird denn eigentlich aufgenommen? Was passiert mit den Signalen, die das Mikrofon aufnimmt und weiterleitet? Diese müssen nun irgendwie gespeichert werden. Das kann mit einem Multitrack-Recorder (Mehrspur-Rekorder) oder einem PC geschehen. Aufgrund der weiten Verbreitung von PCs und dem Know-How im Umgang mit diesen, werden wir auf einen solchen zurückgreifen. Weitere Vorteile bestehen natürlich da drin, dass Unmengen an Software und Lösungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Bei einem Hardware-Recorder sieht das ganz anders aus, allerdings sind diese natürlich nur aufs Recording zugeschnitten. Besteht zum Beispiel nicht die Möglichkeit, den PC im Proberaum oder sonstwo stehen zu lassen, ist ein Hardware-Recorder die einzige Alternative. Welche Anforderungen ein Recording-PC erfüllen muss und was eigentlich ein Audio-Interface ist, erfährst Du auf der nächsten Seite.

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